CO2-bewusstes Computing: Nächster grüner Durchbruch oder neues Greenwashing?von@ismaelvelasco
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CO2-bewusstes Computing: Nächster grüner Durchbruch oder neues Greenwashing?

2024/01/16
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– Die Ausführung von Rechenjobs zu einem Zeitpunkt und an einem Ort, an dem der Energiemix des Stromnetzes umweltfreundlicher ist, reicht nicht aus, um die Rechenemissionen zu reduzieren. - Um ihre Emissionen zu reduzieren, müssen Rechenjobs ausgeführt werden, wenn die Nachfrage gering ist. Ziel stabiler Stromnetze; und nachweislich abgeregelten Strom nutzen oder mit echtem additivem erneuerbarem Strom betrieben werden. - Die ökologische Herausforderung beim Rechnen ist nicht die Energieeffizienz, sondern der Energiebedarf. Da erneuerbare Energien nur weniger als 13 % des weltweiten Energiebedarfs decken können, bedeutet selbst eine 100 % effektive CO2-bewusste Datenverarbeitung im Stromnetz einen Nettoanstieg unserer Emissionen, wenn der Energiebedarf unserer Computer in einem Jahr steigt. - Die Reduzierung des CO2-Ausstoßes bei bestimmten Rechenaufgaben ist sinnlos, wenn dadurch nicht der Nettostrombedarf unserer gesamten Rechenleistung gesenkt wird. - Bei einer echten CO2-bewussten Datenverarbeitung sollte nicht nur die Frage gestellt werden, wie umweltfreundlich unsere Nutzung des Stromnetzes für eine bestimmte Arbeit zu einem bestimmten Zeitpunkt ist, sondern auch, inwieweit unsere Datenverarbeitung tatsächlich ihre Nettoemissionen reduziert und wie verantwortungsbewusst wir das Stromnetz nutzen als Ganzes. - Im Moment nennen wir diesen ausgereifteren, ganzheitlicheren und differenzierteren Ansatz „Grid-Aware Computing“.
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Ismael Velasco

Founder, Adora Foundation. Software engineer. Community builder. Social entrepreneur.


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